Felos Selbstgespräche-Podcast
00:00:00: Harry Rohwald hat mal gesagt, wenn er aus Puderbär vorliest.
00:00:24: Aus dem letzten Buch das am Ende damit endet dass Christopher Robin ja langsam kein kleiner Junge mehr ist und die Schule muss und nie wieder einfach nur nichts tun kann, dann muss er ganz oft weinen beim Vorlesen.
00:00:43: Manchmal gewinnt er, da muss er nicht weinen, manchmal gewinnte das Buch... Dann muss er weinen und dann fühlt sich das trotzdem an als ob er gewonnen hätte.
00:00:53: Und ich es vielleicht kommt von Dieser Formulierung, diesen Ausspruch von Harry Rohwald.
00:01:02: Das Buch gewinnt ein Gefühl her, dass ich neulich beim Malen bekommen hatte, also das sich mir immer häufiger eingestellt hat.
00:01:13: Hallo herzlich willkommen in der Nabelshow dem Kunst-Selbstkritik Podcast!
00:01:20: Wenn ich male, das setzt in mir zum Teil unglaublich starke Emotionen frei Emotionen, die ich schon lange, lange nicht mehr gespürt habe, bevor ich angefangen habe zu malen.
00:01:36: In meiner Arbeit als Illustrator wirklich gar nicht mehr.
00:01:40: Innerlich Tod!
00:01:42: Tod!
00:01:44: Toooor!
00:01:45: Schönes Wort.
00:01:48: Auch wenn ich so zeichne meine lustigen kleinen Sketchbook-Randomzeichnungen fühle keine großen Gefühlserfallungen dabei.
00:01:59: Ich bin da ziemlich entspannt, ich muss auch nicht kämpfen um diese Zeichnungen herzustellen.
00:02:06: weder ich gegen die Zeichnung noch die Zeichenung gegen mich noch irgendwas sonst in mir mit irgendwem muss kämpfen.
00:02:15: das ist gar nicht notwendig!
00:02:17: Ich könnte jetzt gegen die Gräne da oben kämpfen aber gut, ich lass sie gränen dafür ist sie da.
00:02:24: Sie versorgt diesen Podcast mit Dingen, mit Authentizität.
00:02:31: Wahrscheinlich hört ihr die gar nicht mehr so weit weg.
00:02:33: Wenn doch dann schön!
00:02:38: Und wenn ich allerdings male... Dann kommt es recht häufig dazu zu diesem Gefühl was richtig mit Farben und Acryl nicht irgendwie digital malen.
00:02:52: So etwas musste ich halt in meiner Arbeit machen.
00:02:56: Da fühlt man wirklich nichts mehr, da ist jedes Gefühl irgendwann weg.
00:03:03: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und dementsprechend meine Leidenschaft zum Beruf und der Beruf hat die Leitenschaft gekält.
00:03:11: Hätte ich allerdings meinen Hobby nicht zum Beruf, hätte ich mein Hobby wahrscheinlich heute auch nicht mehr.
00:03:17: Wie viele von euch haben noch die Hobbys, die sie vor zwanzig dreißig Jahren mal hatten?
00:03:26: was weiß ich, Basketball oder ein bisschen einen Sport oder Sammeln oder irgendetwas.
00:03:33: Das verschwindet auch irgendwann mit der Zeit genau so wie halt.
00:03:37: die Leitenschaft wird als Hobby verschwindelt das man zum Beruf gemacht hat.
00:03:41: aber dadurch dass ich es zum beruf gemacht habe hab ich meine Fertigkeiten daran üben können und kann heute besser zeichnen.
00:03:53: Wahrscheinlich könnte, wenn ich vor zwanzig Jahren tatsächlich Jura studiert hätte und Anwalt geworden wäre.
00:04:00: Stell dir das mal vor!
00:04:01: Ich war eingeschrieben?
00:04:02: Jura?
00:04:03: Ja...ich wär ein Anwald geworden!
00:04:05: Herr Richter!
00:04:07: Ich erhebe Einspruch!
00:04:08: Wogegen?!
00:04:10: Herr Richta!
00:04:11: Ich höre sie!
00:04:12: Äh ja...nö...ehm Was weiß denn ich?
00:04:17: Bin ich Anwaltung?
00:04:18: Ja allerdings was echt?
00:04:20: Von Scheiß!
00:04:22: Nein äh Braucht denn sowas?
00:04:24: Er braucht mich als Anwalt.
00:04:26: Schlimm!
00:04:28: Nee, trägt man bei uns heute eigentlich noch Roben vor Gericht?
00:04:34: Nein oder?
00:04:34: Schade ich hätte irgendwelche... Was so einer Robe ist?
00:04:41: immer die Frage was trägt?
00:04:43: Man drunter und ob?
00:04:46: viel interessanter.
00:04:48: Aber jetzt gut dann habe ich halt mir meinen, jetzt malig wieder.
00:04:57: So da wollte ich hin und beim Malen lösen sich mehr Gefühle und manchmal oder ganz häufig ist es mittlerweile so dass ich bei Malen wirklich kämpfen muss nicht so wie ich früher gekämpft hab dieser verzweifelte frustrierte Blutlehre, Kampf dieser... damit die Zeichnung wenn sie einfach nicht wirklich werden will und das Bild nicht so wie ich mir das vorstelle oder schlimmer noch wieder kundes sich das vor stellt.
00:05:28: Oder der Regisseur das will die Szene einfach nicht wird einfach nicht richtig klappt.
00:05:37: und dieses verzweifelte frustrierte kämpfen, wenn dann halt am Schluss irgendein Kompromisswerk dabei herauskommt.
00:05:44: Das kenne ich noch!
00:05:45: Das habe ich bei meiner Arbeit jedes Mal.
00:05:47: Es ist kein gutes Kämpfen, es ist kein Kämpfen.
00:05:49: das eine mit diesem Ich hab's geschafft Gefühl hinterlässt nur ein Boah, ich hab's geschafft, wenn man's dann geschafft hat aber was ich jetzt immer häufiger merke Mit Leinwand, Farben, Pinsel und Spachteln loslegen.
00:06:08: Und dann... Das ist ein Kampf mit Horridow fahnen und Fanfaren und Traumpeten, Kriegsgesängen und vorher zu den Götter beten!
00:06:20: Das sind rumreiche Schlachten.
00:06:23: Das muss nicht jedes Mal gleich laufen.
00:06:26: Das kann toppen und tanzen sein, schimpfen und fluchen singen.
00:06:32: Passiert ganz häufig.
00:06:34: Manchmal muss ich Musik dazuhören und dann kommt... Dann lockt die Musik alles raus während dem Malen, das ist ein wildes Bild mit Rhythmus und Werf!
00:06:47: Und was heißt denn Werf?
00:06:48: Was ist
00:06:48: Werf?!
00:06:49: Wenn Werf das Wort ist, bis ich suche.
00:06:51: Werf klingt ja nach einem Stoff oder so oder einen Gewürz.
00:06:59: Und manchmal Es ist einfach nur ein warmes Gefühl von einer Herausforderung, ein innerer Frieden.
00:07:09: Ein warmes Gefühle und man sich gerade gemützlich einnässt!
00:07:12: Nein natürlich nicht aber das entschuldigung.
00:07:16: Und manchmal... da gerade was umströmt.
00:07:23: Erst grade hat sich etwas aus meinen Zähnen gelöst.
00:07:31: Nicht Schlimmes es war nur Das Zimt-Wuppi, das ich gerade eben direkt vor der Aufnahme gegessen habe.
00:07:37: Sollte man nicht machen!
00:07:38: Ein Wuppi!
00:07:40: Ich glaube es war ein Wuppie.
00:07:42: Es ist ein Wupi gegessen!
00:07:44: Ein Gupi!
00:07:46: Klingt irgendwie wie so ein Tier mit Persönlichkeit.
00:07:50: Aber aus Zimten eben... Da ist auch ein Tier von Persönlichkeiten.
00:07:54: Ich habe es nicht richtig gesehen.
00:07:56: Unten hier sitze ich am Rhein.
00:07:58: Hier ist erstaunlicherweise noch sehr viel Grün.
00:08:04: Am Rhein natürlich.
00:08:05: Durch den Rhein sind die Wiesen noch grün, das ist wie am Nil.
00:08:09: Wenn der Niel über die Ufer tritt und alles überflutet und an frugtspaßten Boden zurücklässt und Getreide... Und wo Ägypten war, die Kornkammer, Romes und so habe ich neulich wieder gehört.
00:08:25: Genau hier könnte man Getreider anbauen.
00:08:27: Bitte toll!
00:08:29: Wenn es überflutet, dann haben wir anschließend wieder Formen.
00:08:32: Wird hier den fangebaut fluchtbarsten Boden?
00:08:34: Auf jeden Fall sich ein bisschen oben auf dieser Terrasse eins.
00:08:38: weiter oben ist der Boden schon wieder, das Gras schon wieder braun.
00:08:42: Aber er ist auch gemäht worden.
00:08:44: Da einen guten Meter von mir entfernt wo das Grasm nicht gemähte ist, ist es grün.
00:08:51: Das sind auf der gleichen Höhe.
00:08:53: Was sollte ich ja sowas nicht machen wie diesen Mähen?
00:08:57: Wenn man scharfe auch drüber jagen könnte, hätten wir davon gehabt.
00:09:01: Ehrlich!
00:09:01: Wo man sieht dass es gemäht wurde... Da unten da unten da lauert irgend ein Tier.
00:09:09: vor mir ist diese große Ebene Diese große weite Ebene das Gräsermäher und die vereinzelte große uralte Bäume stehen in deren Ästen sich mächtige Tiere rauben und gräen Ein Gesang anstehen, den Paarungsgesang oder warten, dass das große Tier im Schatten des einen Baums existent verendet.
00:09:46: Da ist jemand da und ich kann es nicht mal fotografieren weil das ein Zweig davor ist.
00:09:51: aber unten unter dem Baum erscheint jemand oder etwas zu liegen Nur zu sitzen.
00:09:57: Es könnte ein Hund mit einem sehr buschigen Schweif sein, ein großes dunkles, buschiges, pälziges Tier das sich da bewegt.
00:10:08: Das sieht wirklich aus wie ein Tier!
00:10:09: Vielleicht ist es aber auch ein Mensch mit einem serbbuschigem Kopf der unten im Schatten liegt und vielleicht nur so ein pälzerer Umriss ist?
00:10:21: Ich kann's nicht mehr... ich stelle mir vor auf dieser großen Ebene dieses Tier Tier geht um.
00:10:30: Das Tier, ich habe eines der letzten Bilder das ich gemalt hab hat sich auch angefühlt wie ein großes Tier und ein großes düsteres gefährliches böses Tier was in seiner Höhle liegt und dumpf vor sich hin berühtet und schläft und eigentlich sehr zufrieden ist mit sich und der Welt Weil das da schläft und nicht raus muss aus der Höhle.
00:10:58: Und deswegen auch keine anderen Tiere, keine Beute reißen und angreifen müssen sondern einfach in dieser Höhlen liegt... ...und vor sich hin tiert!
00:11:13: Also die Bestie!
00:11:14: Vor sich hin bestiert!
00:11:16: Das war so ein Bild Nachdem ich mich mit mehreren Bildern wirklich ausgetobt habe, mit Farben und Spachteln und allem.
00:11:26: Ich auch Bilder immer wieder übermalt hab einfach weil sie mir überhaupt nicht gefallen haben.
00:11:31: Weil es irgendwie alles nicht richtig gut war und ich richtig ging Und dann hatte ich so ganz am Schluss schon reichlich erschöpft Einfach eine große Leinwand auf der irgendeinen Schäustelkistik Keksel war dass ich sonst einen anderen Fall als Kunst tituliert hätte, aber da ich selber gemacht habe kann ich die Kleckse sagen.
00:11:54: So einfach geht das nämlich!
00:11:56: Habe ich mit dicken Pinsel in dunklen Farben, schwarz-rot-braun-orange-pink sogar reingemischt in sehr dunklen Glutfarben immer wieder drüber gepinselt Pinselstrich bis es eine dicke, streifige Schicht mit leicht verlaufenden Farben.
00:12:22: Das ist sehr meditativ.
00:12:28: Also das kann ich so als Kunstbeschäftigungstherapie wirklich sehr empfehlen.
00:12:36: einfach mal eine Leinwand, eine Malpappe.
00:12:39: Blatt irgendwas nehmen und wenn ihr Agrielfarben oder andere Farben da habt, versucht einfach mal mit mehreren Farben auf einer Leinwand einfach nur einen Pinseln nehmen.
00:12:48: Vielleicht wie ich das mache ein sehr dicken Malerpinsel.
00:12:53: Nichts Feines ganz grob!
00:12:55: Da war das Tier wieder.
00:12:57: Es hat sich erhebt aus dem Schatten und sich wiedergelehnt.
00:13:01: Das ist bestimmt ein Mensch aber bewegt sich wirklich wie so ein Wassergrasbüffel.
00:13:06: Faszinierend Sieht ja echt nur einen schwarzen Umrist da unten.
00:13:11: Das kann nicht so weit weg von hier und trotzdem, weit weg in der Ebene.
00:13:17: Und dann mit mehreren Farben versuchen eine möglichst gleichmäßige oder vielleicht auch ungleichmäßige Farbfläche entstehen zu lassen.
00:13:26: Pinselstrich, Pinsel strich, pinselstrichen, das habe ich als sehr lange trocknen lassen Und dann bin ich nochmal mit den Spachteln und dem Malkemmen drüber, hab mich da noch mal ein bisschen ausgetobt.
00:13:38: So dachte so richtig jetzt austoben.
00:13:40: aber gemerkt das Austoben war ganz ruhig!
00:13:43: Ich habe eigentlich ein sehr dynamisches Bild gemalt.
00:13:46: es war aber so.
00:13:47: also die dynamische Mahlweise die Spachtel diese Schatte Effekt ergeben den ich so gerne Erzeuge beim Malen.
00:13:55: Das war alles sehr ruhig.
00:13:56: dadurch und irgendwie ist es kein Hektisch-dynamisches Bild sein, ein Bild das dynamisches aber in sich ruht.
00:14:04: Das hat mir sehr gefallen!
00:14:05: Das hat mich sehr gut getan.
00:14:07: und diese Gefühle die ich da habe... Die sind ja... Ich habe Gefühlen!
00:14:14: Ich habe gefühle!
00:14:15: Habe Gefühles!
00:14:17: Diese Gefühne die ich hier habe Herr Doktor!
00:14:20: Da wo?
00:14:21: Ja hier!
00:14:23: Ne deuten sie auf die Stelle wo der böse Mann dich angefasst hat.
00:14:28: Nein Entschuldigung.
00:14:32: Das ist manchmal total schwer zu beschreiben, wie das mit dem Tier oder eben das Bild gewinnt?
00:14:38: Ich kämpfe mit dem Bild und das Bild Gewinn die.
00:14:40: ich war neulich in so einer Situation hatte ein Bild gemalt es war in einer Kunstgruppe der ziemlich neu war und ich mich noch nicht so ganz wohl gefühlt habe weil ich niemanden kannte.
00:14:51: Es war eigentlich eine ganz entspannte angenehme Sache und ich wollte das auch.
00:14:55: aber Ich war einfach neu und die Gruppe war neu für mich.
00:15:02: Und ich wollte, dass das gut wird.
00:15:04: und dann haben wir mit Aquarell gemalt.
00:15:09: Es hat sich plötzlich ... Das Bild, das ich da gemalt habe, Erdbeeren mit Grün und ich hab das ein bisschen verfremdet.
00:15:18: Auf einmal hat es sich angefühlt wie Arbeit.
00:15:22: Ich hab auch gekämpft, dass da was Schönes rauskommt aber so gekämpfen ist.
00:15:26: hatte früher damit das Bild dem Kunden gefällt gewissermaßen.
00:15:31: Also nicht ganz so, aber es hat sich sehr viel mehr so angefühlt als der Horidokampf und auf in die Schlachten.
00:15:42: Heute ist ein guter Tag zum Ferben.
00:15:45: Diese Sonne aufgeht wird sie glorreiche Taten gesehen haben.
00:15:49: Nein untergeht und so.
00:15:51: also diese Art von Kampf warst nichts.
00:15:56: Ich konnte das nicht rauslassen und ich wollte es raus lassen.
00:16:00: Ich wollte das Bild zerreißen, ich hätte es tatsächlich normalerweise, wenn mir so etwas passiert, zereise ich das einfach.
00:16:07: Ich zerreiße ein Bild in kleine Fetzen und schmeisse ihn weg und muss eng mit den Frust rauslassen.
00:16:14: Und wollte das nicht weil ich die anderen nicht verschrecken wollte, nicht verstören wollte, weil ich mir gedacht habe dass sie kommen da auch her und sind neu.
00:16:25: Das muss ein Safe Space sein.
00:16:26: Also nicht nur für mich, sondern auch für die anderen.
00:16:28: und da kann er nicht so einen topzüchtiger Irrer am anderen Ende des Tischs sitzen der seine Bilder zerreißt und sinkt und brüllt und solche Sachen macht geht nicht dachte ich.
00:16:41: also zumindest fand ich das finde ich das immer noch aber halt auch eine Gruppe mit sehr unterschiedlichen Level an Kunstfertigkeit können dass mich normalerweise da überhaupt nicht weiter stört, weil ich das eigentlich sehr schätzle.
00:17:03: wenn es unterschiedliche Level, unterschiedliche Ausrichtungen und unterschiedliche Stile gibt.
00:17:08: Ich mag das gerne, wenn ich in einer Gruppe zeichne oder auch in der Gruppe male was sich schon lange nicht mehr getan habe aber wenn wir zum Beispiel zum Zeichnen irgendwo unterwegs gewesen sind, zum Zeichen in Zoo gehen oder mit dem Studium in Rom waren.
00:17:21: Das war ein ganz unterschiedlicher Level und ich finde das immer spannend und immer sehr inspirierend.
00:17:25: Wir sehen was machen eigentlich andere?
00:17:27: Und wie machen die das?
00:17:32: war also nicht das Problem, aber irgendwie ich habe mich befangen gefühlt und dann wollte ich halt trotzdem irgendwie sagen warum ich mich gerade nicht gut fühle.
00:17:44: Warum meine Laune gerade gekippt ist.
00:17:51: ein rotes Bild, das ich in blau ertränkt habe.
00:17:54: Ich musste das roh... Ich hab jetzt ein roter Bild gemacht.
00:17:57: Okay!
00:17:58: Ich war jetzt zu figürlich und muss abstrakt machen.
00:18:02: Rot-Erdbeeren-Rot.
00:18:04: Und dann hat mich dieses Rot ausgelacht.
00:18:07: Das hat mich ausgelacht weil das andere Bild gewonnen hatte.
00:18:10: Dann hat mich das Rot aus gelacht.
00:18:12: Es hat mich verarscht.
00:18:13: Und ich hab das Rot bekämpfen müssen.
00:18:15: Ich hab das rot in Blauer drängt Nicht einfach blau drüber gemalt.
00:18:20: Ich musste mit harten Pinsel Stück für Stück, kleine Topfer immer noch Topfer bis am Schluss das Rot durchgeschaut hat.
00:18:31: Es musste noch rot da sein.
00:18:32: es durfte nicht einfach das Bild Blau sein.
00:18:34: Wenn ich es nur Blau übermalt hätte, hätte das Bild gewonnen.
00:18:36: Nein!
00:18:37: Ich musste das Bild besiegen.
00:18:39: Das Bild musste der Verlierer und Unterlegende.
00:18:45: Der musste mir zu Füßen liegen, unter dem Blau geschlagen und besiegt.
00:18:49: Musste das Rot liegen blutend zu boten.
00:18:53: aber es musste sich was ein Zeugnis meines Triumphs.
00:18:57: so nämlich Und jetzt sagst du was mal in so einer Gruppe Die halten dich für bekloppt die halten dich Für einen verrückten Künstler oder für verrückt?
00:19:06: Das geht nicht.
00:19:08: sowas kann ich nicht mehr Kann Ich nur hier machen weil ich kann hier immer noch Satire drüber schreiben sind wir satir Kompetit.
00:19:15: Nee, so fühlt sich das an!
00:19:17: Das ist das was in meinem Kopf gerade vorgeht wenn ich sowas mache.
00:19:20: Aber sowas zu sagen Ich kann es jetzt in diesem Moment sagen weil hier grade niemand ist.
00:19:24: zudem ich sage ich sag das zu euch Nein tu ich nicht, ich rede gerade nur mit mir selber.
00:19:29: Hier is kein direktes unmittelbares Publikum.
00:19:32: Die nächsten Leute die ja im Park sitzen sind weit weg, die hören mich nicht.
00:19:36: Das Tier da unten auf der Ebene hört mich auch nicht und die Grähe ist auch weggeflohen.
00:19:41: also Ich kann das einfach so sagen und muss nämlich blöd dabei vorkommen.
00:19:46: Wenn ich aber sonst sowas sage, komme ich mir blöd vor oder bekloppt vor?
00:19:50: Dann komme ich mich vor wie jemand der dann angeschassert... Was hat er denn jetzt schon
00:19:54: wieder?!
00:19:54: Diese Blicke!
00:19:55: Was hast du denn jetzt noch wieder?
00:19:57: Was ist denn mit dir los?
00:20:02: Das ist schrecklich!
00:20:03: Ich fühle mich befangen, beurteilt, unverstanden und gleichzeitig gelangweilt.
00:20:10: Dann fange ich an, rationale Erklärungen zu finden für das was gerade in mir losgeht oder rationale Formulierungen und merke Das trifft es alles nicht.
00:20:21: Formulierung die die Oberfläche kratzen wie wenn Ich stelle euch mal vor so Ihr steht vor Nein beschreibt die Eigenschaften von Wasser Quaderförmig mit einer harten Oberflächen.
00:20:36: Wenn man gerade vorne im Aquarium steht ist das nicht falsch?
00:20:39: Bestimmt Quaderförmig mit einer harten Oberfläche.
00:20:43: Es beschreibt das, was da im Inneren des Aquariums vorgeht – mit keinem einzigen Wort aber muss es ja auch nicht.
00:20:48: Das könnte jeder verstehen!
00:20:50: Man muss ja nicht sagen dass man gerade Wasser beschreibt.
00:20:54: Ich war daförmig mit einer harten Oberfläche und dachte, ja das stimmt.
00:20:59: Das ist so.
00:21:00: klopft man dagegen?
00:21:01: Ja, ja stimmt!
00:21:02: Und so ist es dann wenn ich versuche das irgendwie rational zu erklären dass das Bild nicht so geworden ist und die Aufgabe oder dieses Gefühl nach... Was jetzt zum Beispiel auch stimmt, ich kann mich mehr nach Auftrag malen oder zeichnen.
00:21:24: Also, natürlich kann ich's.
00:21:25: Nichts fällt mich ab und mit Auftrag meine ich nicht jetzt... ...Auftrag, Bezahlung, Rechnungsstellen, Kunden-Breathingen und all das Sondern das ganz simple mal doch mal Zeichne mir mal oder mach mal das Oder ach dass ist lustig Das würde dich ja gerne mal in deinem Stil gezeichnet sehen, wo ich mir denke Ja genau dann weißt du was?
00:21:46: Dafür!
00:21:47: Das ist eine lustige Situation Die möchte ich mal in deinen Stil geteignet sehen Frag ne KI.
00:21:53: Genau dafür gibt's
00:21:54: K.E.,
00:21:55: genau dafür, wenn du irgendwas in einem speziellen Stil vor mir gezeichnet sind.
00:22:00: Frag die Scheiß-Ki und lass mich in
00:22:03: Ruhe.".
00:22:04: So fühlt sich das an!
00:22:05: Das ist jetzt sehr gemein und irgendjemand hat es wahrscheinlich gerade gezuckt weil sich das angeführt, dass ob ich irgendjemals speziell angesprochen habe.
00:22:13: Bestimmt hat mich jemand mal gefragt, kannst du mir mal?
00:22:17: Nein!
00:22:17: nicht böse gemeint.
00:22:19: Aber es ist einfach jedes Mal dieses Gefühl, in dem Moment wo mich jemand fragt auch kannst du mal dazu was zeichnen oder das ist Lust?
00:22:26: Das ist wie eine Blockade!
00:22:29: Es ist wirklich eine innere Blockade, eine furchtbare Abwehrhaltung, also richtig starke schlimme... Also ob ich mich innerlich dicht mache als ob ich ein Panzer um mich rumziehe weil die Vorstellung Nach Bestellung auf Zuruf, nach Wunsch irgendwas zu zeichnen oder zu malen.
00:22:50: So schlimm ist!
00:22:54: Das tut mir wehinnerlich diese Vorstellung das Machen zum Wissen.
00:22:59: Es ist wirklich ganz heftig.
00:23:02: Deswegen male ich gerne auch abstrakt weil ich dann nicht das Gefühl habe... das Vorbild treffen.
00:23:09: Ich muss jetzt den Baum, der vor mir steht oder die Landschaft oder den Apfel oder was auch immer oder auch nur die Figur, die ich mir im Kopf vorstelle, treffen soll und ich kann einfach nur Farben auf die Leinwand aufs Papier klatschen.
00:23:22: Und da gibt es keinen Auftrag, dass einfach nur das, was gerade passiert, passiert!
00:23:29: So kann ich noch Kunst machen so kann ich.
00:23:31: meine Freundin von mir hat gemeint, sie hat ein ähnliches Empfinden.
00:23:40: Wenn Sie jetzt ähnlich, wenn Sie auch Illustratoren, wenn sie so an einem Auftrag sitzt und zeichnet, da fühlt sich auch nichts mehr.
00:23:48: Das ist einfach nur noch Routine.
00:23:51: Man robt halt die Routine Arbeit runter um so schnell wie im Flieh um Strecke zu machen, um die Arbeit so gut wie möglich rüberzubringen damit der Kunde zufrieden ist und dann die Rechnung ausstellen kann.
00:24:02: Böse gesagt ist aber in der Regel so.
00:24:06: Und Illustratoren, die meisten, die ich kenne oder Animatoren oder so, die würden das was sie da machen.
00:24:15: Die meisten nicht mehr als Kunst bezeichnen sondern die gehen sagen Das ist mein Handwerk!
00:24:20: Ich verrichte hier meinen Handwerk einfach um sich selber schon nicht diese Blöße zu geben.
00:24:27: Das ist Kunst.
00:24:29: Damit ist man angreifbar, damit hat man sein Herzblut.
00:24:32: Sein Herz geöffnet und sein Herzblut ausgeschüttet.
00:24:39: Wenn ich das Herz dichtmache und sage, dass es nicht Kunst, nur Handwerk, dann ist man nicht so schnell verletztbar.
00:24:48: Dann ist man sicher!
00:24:50: Und das geht soweit, als die Freundinnen, die ich getroffen habe, die gemeint haben in ihrer Freizeit Arbeitet sie gerne mit, ich glaube mit Leder war es.
00:25:00: Aber das ist auch nicht Kunst sondern das ist einfach nur Handwerk.
00:25:04: Sogar da!
00:25:05: Es ist keine Kunst.
00:25:07: und auch da meinst Sie, da passiert es, da geht's ja aus sich raus.
00:25:11: Da schimpft sie im Fluch zieht hat und wettert.
00:25:15: Und Eckmann stand mal ihr Mann der an dem Tag zu Hause gewesen war also sonst arbeit in den Tag wohl krank war.
00:25:25: plötzlich steht er in der Tür und sagt, ist was?
00:25:29: Ist was?
00:25:29: Nein.
00:25:30: Wieso soll es sein?
00:25:31: Ist etwas los mit dir?
00:25:33: Nein!
00:25:33: Was soll denn los sein?
00:25:35: Du fluchst die ganze Zeit.
00:25:36: Ich fluche doch nicht.
00:25:37: Ja, doch... Oh!
00:25:42: Sie meint sie merkt das gar nicht mehr.
00:25:43: Und da sind die Gefühle kommen daraus.
00:25:46: So kommt bei mir die Gefühl heraus wenn ich male.
00:25:49: Ich habe am Anfang auch überhaupt nicht gemerkt, was da in mir mit mir passiert.
00:25:54: Was da in mir losbricht, das ist auf einmal habe ich wieder mit meinen Händen was aufhabe hier und das löst eine Flut von Gefühlen aus.
00:26:04: aber so ähnlich wie die Freundin, dass auch sagt, das es keine Kunst, das is' auch nur Handwerk oder ja Handwerksarbeit Würde man mir die Pistole auf den Brust setzen würde ich nicht sagen, dass das was ich dann mache mit den Agrilbildern Kunst Das ist Hobby.
00:26:24: Ich bin immer noch nicht soweit zu sagen, dass was ich da mache, das ist wirklich Kunst!
00:26:28: So etwas sage ich mal schnell und benutze das Wort Kunst so wie man im englischen Art oder Artwork benutzt.
00:26:36: aber wenn ich ganz ehrlich bin, ganz wirklich ehrlich in mir tief drin dann habe ich nicht das Gefühl, dass es einfach nur ein Hobby ist, Hobbymalerei.
00:26:51: Und ich mach die nur für mich.
00:26:54: Das ist es, und wenn ich dann solche Sachen sage wie das Bild gewinnt, dann fühle ich mich blöd dabei weil sowas kann ein verrückter Künstler sagen aber nicht einen Hobbymaler.
00:27:08: Ein Hobbymalern kämpft nicht gegen seine Hobbymalerei an und am Ende gewinnte die Hobbymalerei oder der Hobbymalergewinn gegen die Hobby Malerei.
00:27:19: Wenn der Hobbymaler gewinnt, ist die Hobbymalerei gut?
00:27:21: Nein das geht nur bei der Kunst.
00:27:23: Das geht nur mit Kunst!
00:27:25: Und so weit bin ich noch nicht und ich fühle mich blöd wenn ich das sage.
00:27:28: und ich brauche Leute um mich herum, bei denen ich nicht das Gefühl habe, die schauen mich an als ob ich sie nicht mehr alle haben.
00:27:40: Manchmal geht es beim alten Zeichnerstammtisch würde ich das sofort machen.
00:27:44: Ich weiß dass ein Elber selber alles Also nicht verrückt im medizinischen Entschuldigung, das soll man ja nicht benutzen.
00:27:51: Sondern verrückt in künstlerischem Verrückte im Kreativen sind.
00:27:55: Verrückt im Umgangssprachen.
00:27:56: Das ist selber alles... Nicht crazy!
00:28:00: Cray-cray?
00:28:01: Nee, also nicht das bloß nicht das.
00:28:03: Du hast nicht das aber dessen selber alle so kreative Köpfe die sofort verstehen würden.
00:28:08: Als ich mit dem Studium fertig war, bin ich nach Köln gekommen.
00:28:12: Im Studium hatte ich das Gefühl In einer Gemeinschaft zu sein, ich habe Grafikdesign, Gestaltung studiert in Würzburg.
00:28:24: Das war ein Studiengang der zurzeit sehr viel künstlerischer und konzeptioneller war als handwerklicher Und da hatte ich das Gefühl unter lauter gleichgesinnten schrägen Künstletypen zu leben.
00:28:36: Die Kunst die wir da gemacht haben, die Kreativität Nein!
00:28:40: Die Kreativityt Weil wir waren keine Künstler Wir waren Gestalter Hier war kreativ.
00:28:46: Und die Kreativität, die ist geflogen auf Flügeln wie die Grähe hier.
00:28:51: und dann kam ich nach Köln und die Kriativität um mich herum ist zu Fuß gegangen überall.
00:28:58: Fußgänger!
00:28:59: Das ist nie wieder geflogend bis ich irgendwann meinen Zeichner-Stammtisch vor Jahren gefunden habe und auf einmal ist die Kreativität wieder ge flogen.
00:29:09: den könnte ich das sowas sagen.
00:29:11: und allen anderen... Ich weiß nicht.
00:29:16: Irgendwas ganz Wichtiges wollte ich noch sagen.
00:29:19: Auf irgendeinem wichtigen Punkt komme ich noch hin und das Blöde ist, wenn ich das später mir anhöre beim Schneiden, dass wir schlecht einfügen weil es klingt dann so doof, wenn nicht in meinem Wohnzimmer, aber vielleicht mache ich das dann noch.
00:29:35: Fällt's jetzt nicht so richtig ein?
00:29:39: Vielleicht ist auch nichts.
00:29:40: Vielleicht habe ich einfach alles schon gesagt.
00:29:42: Schau mal was das Tier da unten macht.
00:29:44: Nichts schade!
00:29:45: Ich habe jetzt gerne irgendwie gesehen, wie sich da aus der Wiese die Bestia am Munder erhebt.
00:29:53: Vielleicht ist es ein Riesentier, ein großes Tier, ein grosses schwarzes Tier das sich auf dem Boden entlang kauert dann stampfen davon geht und in den Reinspring davon schwimmt eine Welle macht hier das Schiff versenkt und den Strand überflutet.
00:30:19: Nee, doch finde ich gut.
00:30:20: Finde ich gut!
00:30:21: Will ich das Schiff versenken?
00:30:23: Nicht unbedingt aber den Strand darf es ruhig mal ein bisschen beschwemmen.
00:30:28: Wir sind ja keine Leute da oder?
00:30:37: Tja... Ich glaube an der Stelle lasse ich euch jetzt mit euren Gedanken alleine und ich weiß noch nicht wo mich meine Gedanken hinführen mich meinen Weg gleich hinführt, nämlich in die Kölner Flora.
00:30:59: Ich lasse mich mit einer anderen Freundin und wir wollen uns das neue Gewächshaus anschauen.
00:31:04: ich wusste gar nicht dass er schon fertig ist aber ich war ja eine Weile nicht hier und dann wollen wir uns da den Biergarten setzen wenn der noch aufhört und kniffeln!
00:31:15: Das haben wir uns fest vorgenommen.
00:31:17: wir werden knifeln total unkreativ.
00:31:22: Das ist gut, um Ordnung ins Gehirn zu bringen.
00:31:27: Ich habe gerade ... Ich bin ein kleines bisschen spielesüchtig geworden, weil ich Spiele an meinem Computer aufleihen gegen die KI Beckgammon.
00:31:37: Backgammon haben wir in der Schule gespielt so oft als wir einen Schwein vor dem Kaffee vortragen saßen und geschwänzt haben.
00:31:43: Wir haben immer Beckgammen gespielt.
00:31:46: das war eine wirkliche Sucht.
00:31:48: Und nach dem Abitur habe ich auf einmal niemand mehr gefunden, der mit mir Begemmen gespielt hat.
00:31:52: Und jetzt hab' ich die KI gefunden.
00:31:54: Ein bisschen trauriger Ersatz aber es ist auch wirklich sehr lange her.
00:31:59: und ja... Aber auch das hilft mir tatsächlich meinen Kopf zu ordnen.
00:32:06: solche Computer-Logik-Knobelspiele, Begemene oder Solitäre oder diese Kassenkartenanlegespiele da kommt ein bisschen Ordnung in mein Gehirn.
00:32:18: Beim Kniffeln?
00:32:20: Die Kniffel ist auch nicht ganz unkreativ, habe ich gemerkt.
00:32:23: Allein die Taktiken, die man so aufbaut, was man so zählt... Aber vielleicht kann man keine Geschichten draus erzählen!
00:32:32: Es ist einfach nur Zahlen und Würfeln.
00:32:35: da passiert Kreativität, Nächste und Gefühle.
00:32:40: Vielleicht mal schauen, mal abwarten, was passiert Ob gleich irgendwelche Gefühle aus mir herausbrechen, wenn ich den Würfel rollen lasse.
00:32:49: Aléa yacta esto!
00:32:51: Nicht Est ist mein ESTO und der Würfel sei geworfen hat Rossemmy hat Astarix immer ganz falsch, wie man das nicht einmal hast.
00:33:01: die Würfels sind gefallen.
00:33:03: Vollkommen verkehrt!
00:33:05: So oh ich sehe das Tier.
00:33:10: Es lauert es lauern Und in dem Sinne Lass ich es mal lauern, wer weiß was noch passiert.
00:33:17: Ich empfehle mich für euch und wir hören dann bald voneinander.
00:33:40: Tschüss!